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geschichte [26.10.2011 15:04]
udo
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 Die typisch fränkische Dorfform ist ein Rundling, der mit Graben und Wall umgeben ist. Der Wall ist mit Effen (bekannt auch als Ulmen oder Rüster) bepflanzt, so wie man es heute noch in Eppelsheim nördlich von Worms sehen kann. Auch Eckelsheim war so angelegt. Drei Pforten schützten die Zugangsstraßen;​ die obere Pforte stand nach Gumbsheim zu, die untere bewachte die Straße nach Wöllstein und die hintere gab den Weg nach Wendelsheim frei. Heute sprechen die Eckelsheimer noch von der Hinter-, Ober- und Untergasse. Die typisch fränkische Dorfform ist ein Rundling, der mit Graben und Wall umgeben ist. Der Wall ist mit Effen (bekannt auch als Ulmen oder Rüster) bepflanzt, so wie man es heute noch in Eppelsheim nördlich von Worms sehen kann. Auch Eckelsheim war so angelegt. Drei Pforten schützten die Zugangsstraßen;​ die obere Pforte stand nach Gumbsheim zu, die untere bewachte die Straße nach Wöllstein und die hintere gab den Weg nach Wendelsheim frei. Heute sprechen die Eckelsheimer noch von der Hinter-, Ober- und Untergasse.
  
-Im Jahre 1336 erhielt Raugraf Georg II., Herr zur Altenbaumburg,​ von Kaiser Ludwig "wegen geleisteter Dienste"​ die "​Fauthey"​ (Vogtei) über einen kaiserlichen Hof zu "​Ekkilesheim"​. Es gelang den Raugrafen, das Vogteirecht (Gerichts- und Schutzherrschaft) über ganz [[http://​www.bestpills4weightloss.com |weight loss pills]] ​Eckelsheim auszudehnen und dadurch in die Position des Ortsherrn zu gelangen. Raugraf Philipp von Bolanden verpfändete im Jahre 1360 sein Lehensgut und Vogteirecht zu Eckelsheim und (1365) in Kalckofen an Antelmann Ritter von Grasewege, Burggraf zu Böckelsheim. Im Kaufvertrag wurde ausdrücklich erwähnt, dass der Ritter von Grasewege sich am Dorf Eckelsheim schadlos halten dürfte, falls die raugräflichen Erben ihm den Besitz zu Kalckofen streitig machen sollten.+Im Jahre 1336 erhielt Raugraf Georg II., Herr zur Altenbaumburg,​ von Kaiser Ludwig "wegen geleisteter Dienste"​ die "​Fauthey"​ (Vogtei) über einen kaiserlichen Hof zu "​Ekkilesheim"​. Es gelang den Raugrafen, das Vogteirecht (Gerichts- und Schutzherrschaft) über ganz Eckelsheim auszudehnen und dadurch in die Position des Ortsherrn zu gelangen. Raugraf Philipp von Bolanden verpfändete im Jahre 1360 sein Lehensgut und Vogteirecht zu Eckelsheim und (1365) in Kalckofen an Antelmann Ritter von Grasewege, Burggraf zu Böckelsheim. Im Kaufvertrag wurde ausdrücklich erwähnt, dass der Ritter von Grasewege sich am Dorf Eckelsheim schadlos halten dürfte, falls die raugräflichen Erben ihm den Besitz zu Kalckofen streitig machen sollten.
  
 Vermutlich in diesem Zusammenhang ist die Verordnung des Pfalzgrafen Ruprecht I. aus dem Jahre 1374 zu deuten, laut derer sich die Kurpfalz verpflichtete,​ die Einwohner von Eckelsheim und Kalckofen auf vier Jahre zu Bürgern mit den Rechten von Altenbamberg aufzunehmen und sie gegen Antelmann von Grasewege in Schutz zu nehmen. Noch im 15. Jh. zahlten die Eckelsheimer den Schirmhafer an die Kurpfalz, obwohl sich die Besitzverhältnisse längst geändert hatten. Graf Simon III. von Sponheim-Kreuznach erwarb 1389 die Pfandschaft über die Herrschaft Eckelsheim. Offensichtlich fiel die Herrschaft über Eckelsheim bald an die Raugrafen zurück, denn 1408 schenkte Raugraf Otto das Dorf an das Erzstift Mainz. Vermutlich in diesem Zusammenhang ist die Verordnung des Pfalzgrafen Ruprecht I. aus dem Jahre 1374 zu deuten, laut derer sich die Kurpfalz verpflichtete,​ die Einwohner von Eckelsheim und Kalckofen auf vier Jahre zu Bürgern mit den Rechten von Altenbamberg aufzunehmen und sie gegen Antelmann von Grasewege in Schutz zu nehmen. Noch im 15. Jh. zahlten die Eckelsheimer den Schirmhafer an die Kurpfalz, obwohl sich die Besitzverhältnisse längst geändert hatten. Graf Simon III. von Sponheim-Kreuznach erwarb 1389 die Pfandschaft über die Herrschaft Eckelsheim. Offensichtlich fiel die Herrschaft über Eckelsheim bald an die Raugrafen zurück, denn 1408 schenkte Raugraf Otto das Dorf an das Erzstift Mainz.
geschichte.txt · Zuletzt geändert: 26.10.2011 15:14 von udo