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 **Französische Gäste aus Lucey in Eckelsheim** **Französische Gäste aus Lucey in Eckelsheim**
  
-Freundschaft war das Thema am Wochenende 9. und 10. Juni in Eckelsheim, wo die französischen Freunde des Partnerdorfes Lucey in Lothringen zu Gast waren. Allen war klar, dass die persönlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern die Grundlage für ein friedliches Europa ist. Auch der Ortsbürgermeister Friedrich Bäder betonte dies bei seiner Stippvisite während des Sektempfangs am Samstagmorgen. Die Eckelsheimer Partnerschaftsinitiative hatte für die Gäste ein informatives Programm zusammengestellt. Am Dorfbackofen gab's erstmal Spießbraten mit selbstgemachten Salaten. So gestärkt fuhr die Gruppe von 30 Teilnehmern nach Mainz, um dort eine Stadtführung der besonderen Art zu erleben. Natürlich wurden die touristischen Attraktionen wie Dom und Stephanskirche mit den Chagallfenstern angesteuert. Aber die Führerin würzte ihren Vortrag mit interessanten Geschichten über die Zeiten, als die Franzosen in '​Mayence'​ waren. Anfang des 19. Jahrhunderts war Mainz fast 16 Jahre lang Hauptstadt des französischen Departements "​Donnersberg"​. Für viele war neu, dass Fastnachtsrituale - wie Sitzungen und Elferrat - eine Persiflage auf die Errungenschaften der Mainzer Republik waren - der ersten nicht-feudalen Staatsform auf deutschem Boden. Und natürlich bewunderte man die Mainzer Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern:​ der Kirschgarten,​ der Leichhof, die Augustinergasse. Am Rhein erfuhren die Gäste, dass der Fluss vor der Begradigung im 19. Jahrhundert fast einen Kilometer breit war. In der Gaststätte '​Proviantamt'​ in Mainz konnten sich alle dann bei gutem Essen etwas erholen. Das schwül-warme Wetter hatte allen etwas zugesetzt. Wieder in Eckelsheim traf man sich am Dorfbackofen bei Wein und Spundekäs und tauschte Erfahrungen und Erinnerungen aus und hoffte auf Abkühlung, die dann bald mit einem Sturzregen kam.+Freundschaft war das Thema am Wochenende 9. und 10. Juni in Eckelsheim, wo die französischen Freunde des Partnerdorfes Lucey in Lothringen zu Gast waren. Allen war klar, dass die persönlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern die Grundlage für ein friedliches Europa ist. Auch der Ortsbürgermeister Friedrich Bäder betonte dies bei seiner Stippvisite während des Sektempfangs am Samstagmorgen. Die Eckelsheimer Partnerschaftsinitiative hatte für die Gäste ein informatives Programm zusammengestellt. 
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 +Am Dorfbackofen gab's erstmal Spießbraten mit selbstgemachten Salaten. So gestärkt fuhr die Gruppe von 30 Teilnehmern nach Mainz, um dort eine Stadtführung der besonderen Art zu erleben.\\  
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 +{{:​lucey:​2018:​2.jpg?​400 |}}Natürlich wurden die touristischen Attraktionen wie Dom und Stephanskirche mit den Chagallfenstern angesteuert. Aber die Führerin würzte ihren Vortrag mit interessanten Geschichten über die Zeiten, als die Franzosen in '​Mayence'​ waren. Anfang des 19. Jahrhunderts war Mainz fast 16 Jahre lang Hauptstadt des französischen Departements "​Donnersberg"​. Für viele war neu, dass Fastnachtsrituale - wie Sitzungen und Elferrat - eine Persiflage auf die Errungenschaften der Mainzer Republik waren - der ersten nicht-feudalen Staatsform auf deutschem Boden. Und natürlich bewunderte man die Mainzer Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern:​ der Kirschgarten,​ der Leichhof, die Augustinergasse. Am Rhein erfuhren die Gäste, dass der Fluss vor der Begradigung im 19. Jahrhundert fast einen Kilometer breit war. In der Gaststätte '​Proviantamt'​ in Mainz konnten sich alle dann bei gutem Essen etwas erholen. Das schwül-warme Wetter hatte allen etwas zugesetzt. Wieder in Eckelsheim traf man sich am Dorfbackofen bei Wein und Spundekäs und tauschte Erfahrungen und Erinnerungen aus und hoffte auf Abkühlung, die dann bald mit einem Sturzregen kam.
  
 Die Borussen in Eckelsheim hatten für ein üppiges Frühstück im Sportlerheim gesorgt. Alles war in französischen Farben gedeckt. Und dann ging's auch schon los: auf zum Rotenfels, dem Hingucker der Natur. Die steile Felswand mit über 200 Meter Höhe wurde ebenso bestaunt wie die wunderschöne Landschaft rund um die Ebernburg. Der Spaziergang dann auf dem Rotenfels mit den wechselnden Perspektiven beeindruckte alle. Ein Ausflug für's Gemüt bei strahlendem Sonnenwetter! Zurück in Eckelsheim konnten alle die gute Küche des Kulturhofs genießen. In kurzen Statements war man sich einig: die deutsch-französische Freundschaft wird weiter in dieser Weise gepflegt und gelebt, der europäische Gedanke für Frieden und Freiheit muss erhalten und an die nächsten Generationen weitergegeben werden. Die Borussen in Eckelsheim hatten für ein üppiges Frühstück im Sportlerheim gesorgt. Alles war in französischen Farben gedeckt. Und dann ging's auch schon los: auf zum Rotenfels, dem Hingucker der Natur. Die steile Felswand mit über 200 Meter Höhe wurde ebenso bestaunt wie die wunderschöne Landschaft rund um die Ebernburg. Der Spaziergang dann auf dem Rotenfels mit den wechselnden Perspektiven beeindruckte alle. Ein Ausflug für's Gemüt bei strahlendem Sonnenwetter! Zurück in Eckelsheim konnten alle die gute Küche des Kulturhofs genießen. In kurzen Statements war man sich einig: die deutsch-französische Freundschaft wird weiter in dieser Weise gepflegt und gelebt, der europäische Gedanke für Frieden und Freiheit muss erhalten und an die nächsten Generationen weitergegeben werden.
  
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 +(c) Text und Bilder Rolf van Lessen
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 Am Sonntag konzentrierte sich der Besuch ganz auf Lucey. Man konnte noch Überbleibsel einer wichtigen Einkommensquelle des Ortes besichtigen:​ kleine Tümpel, in denen früher Hanf eingeweicht wurde, um Fasern daraus herzustellen. Heute ist es ein Naturschutzgebiet am Rande des Ortes. Und im Museum konnte man dann die Geräte bestaunen, mit denen die Fasern dann weiter verarbeitet wurden zu Kleidungstücken und Seilen. Im Museum sind viele Werkzeuge von inzwischen untergangenen Gewerken zu bewundern, in denen sich die Ortsgeschichte widerspiegelt. Auch die Kirche, die im Besitz der Gemeinde ist, beeindruckte die Besucher mit ihrem schlichten, aber wirkungsvollen Schmuck. Am Sonntag konzentrierte sich der Besuch ganz auf Lucey. Man konnte noch Überbleibsel einer wichtigen Einkommensquelle des Ortes besichtigen:​ kleine Tümpel, in denen früher Hanf eingeweicht wurde, um Fasern daraus herzustellen. Heute ist es ein Naturschutzgebiet am Rande des Ortes. Und im Museum konnte man dann die Geräte bestaunen, mit denen die Fasern dann weiter verarbeitet wurden zu Kleidungstücken und Seilen. Im Museum sind viele Werkzeuge von inzwischen untergangenen Gewerken zu bewundern, in denen sich die Ortsgeschichte widerspiegelt. Auch die Kirche, die im Besitz der Gemeinde ist, beeindruckte die Besucher mit ihrem schlichten, aber wirkungsvollen Schmuck.
 Der Abschied am Sonntagabend fiel nicht leicht. André Vuillaume, der unermüdliche Übersetzer,​ hat allen trotz seiner Krankheit das gegenseitige Verstehen leicht gemacht. Er sei überglücklich,​ so sagte er, dass er bei diesem Treffen dabei sein konnte und dass sein Herzensanliegen - die deutsch-französische Freundschaft - weitergeführt wird. Die Gäste dankten ihm mit einem Weinpräsent aus Eckelsheim. Am Ende waren alle froh, dass dieser Besuch so stattfinden konnte und dass die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Eckelsheim und Lucey einen weiteren Impuls bekommen hat.\\ ​ Der Abschied am Sonntagabend fiel nicht leicht. André Vuillaume, der unermüdliche Übersetzer,​ hat allen trotz seiner Krankheit das gegenseitige Verstehen leicht gemacht. Er sei überglücklich,​ so sagte er, dass er bei diesem Treffen dabei sein konnte und dass sein Herzensanliegen - die deutsch-französische Freundschaft - weitergeführt wird. Die Gäste dankten ihm mit einem Weinpräsent aus Eckelsheim. Am Ende waren alle froh, dass dieser Besuch so stattfinden konnte und dass die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Eckelsheim und Lucey einen weiteren Impuls bekommen hat.\\ ​
-Rolf van Lessen+
  
  
partnergemeinde_lucey.txt · Zuletzt geändert: 15.07.2018 13:27 von udo