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Tag des offenen Dorfes 2015

Eckelsheim international!

Damit hatten viele Besucher nicht gerechnet: brasilianische Klänge und Rhythmen eröffneten den Tag des offenen Dorfes in Eckelsheim. Die Gäste aus Südamerika - rund vierzig Sängerinnen und Sänger, begleitet von Akkordeon, Gitarre und Cajun - brachten das Publikum auf dem Dorfplatz in Tanzstimmung. Nach den Grußworten von Ortsbürgermeister Friedrich Bäder und von den frisch gekürten Weinhoheiten Esther Mayer und Kirsten Vesper von der Verbandsgemeinde Wöllstein zogen die Besucher durch die offenen Höfe und Gärten von Eckelsheim. Im Erb-Frey-Hof und im Kräuterhof Mann konnte man die Kräutergärten bewundern, die nach dem Muster mittelalterlicher Paradiesgärten gestaltet sind. Bei strahlendem Sonnenwetter ließen sich die Gäste von den Winzern mit kleinen Leckereien und guten Weinen verwöhnen. Auch hier überraschten die Brasilianer die Gäste immer wieder mit ihren Liedern. Dabei durften auch alle mitsingen: deutsche Volkslieder mit lateinamerikanischem Groove!

Rund 2000 Besucher schlenderten über den Bauern- und Kunsthandwerkermarkt. Von Gemüse über Wurstwaren bis hin zu handgestrickten Topflappen war alles zu finden. Honig für die Schleckermäulchen, Chutneys und herzhafte Dips für den handfesten Geschmack. Der Hofladen Schumann aus Wendelsheim hatte diesmal kleine Lämmer mitgebracht. Eine Attraktion nicht nur für kleine Kinder. Lebendige Kuscheltiere - da ließen sich auch Erwachsene zum Streicheln hinreißen.

Auch der Eckelsheimer Flohmarkt lockte viele Kunden an. Die Initiatoren waren sehr zufrieden mit dem Verkauf ihrer alten Dinge. Ein Teil des Erlöses soll für die Sanierung des Friedhofes verwendet werden.

Wer sich zur Beller Kirche aufgemacht hat, der konnte hier die Tiere vom Archehof bestaunen, die zur Landschaftspflege eingesetzt werden. Und er konnte auf dem Strandpfad der Sinne sich vorstellen wie diese schöne Rheinhessische Schweiz vor 30 Millionen Jahren ausgesehen hat.

Im kleinen Museum konnten wurden die Besucher in vergangene Zeiten versetzt: „Alt Gescherr im alt Gelersch“ ist das Motto. Töpfe und Pfannen, alte Schulbänke, Kleider, Schuhe und Handwerkszeug ließen alte Erinnerungen wieder lebendig werden oder auch manchen jüngeren Besucher in Erstaunen versetzen. Das Dorfleben war früher eben sehr beschwerlich. So konnte man sich auch ein Bild davon machen, wie es wohl gewesen war, als vor 200 Jahren viele Menschen aus der Region nach Brasilien ausgewandert waren, weil hier über mehrere Jahre Hungersnot herrschte. Deren Nachfahren sorgten nun für gute Unterhaltung beim Tag des offenen Dorfes in Eckelsheim.

Rolf van Lessen

tdod15.1432247257.txt.gz · Zuletzt geändert: 21.05.2015 22:27 (Externe Bearbeitung)